mentro
Lerndokumentation

Lerndokumentation Informatiker EFZ

Was hineingehört, was die Bildungsverordnung verlangt und wie die Lerndokumentation laufend entsteht, statt am Semesterende aus dem Gedächtnis rekonstruiert zu werden.

Als Informatikerin oder Informatiker EFZ führst du über die ganze Lehrzeit eine Lerndokumentation. Darin steht, woran du im Betrieb gearbeitet hast und was du dabei gelernt hast. Deine Berufsbildnerin oder dein Berufsbildner schaut sie regelmässig durch, unterzeichnet sie und bespricht sie mit dir.

Der mühsame Teil ist selten das Schreiben. Er entsteht, wenn ein halbes Jahr vergangen ist und niemand mehr genau weiss, welche Arbeit wann lief. Dann wird rekonstruiert, und am Ende beschreibt die Dokumentation eine Erinnerung statt die Arbeit.

Was die Bildungsverordnung verlangt

Die Pflicht steht nicht im Berufsbildungsgesetz und nicht in der Berufsbildungsverordnung, sondern in der Bildungsverordnung des einzelnen Berufs. Für Informatikerin und Informatiker EFZ hält Artikel 12 fest, dass die lernende Person während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation führt und darin laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält. Mindestens einmal pro Semester kontrolliert und unterzeichnet die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner die Lerndokumentation und bespricht sie mit der lernenden Person.

Zwei Punkte stehen damit fest: laufend, nicht rückblickend. Und mit Bezug auf die Handlungskompetenzen, nicht als freies Tagebuch. Für andere Berufe gilt die Bildungsverordnung des jeweiligen Berufs, eine Regel für alle gibt es nicht.

Was in die Lerndokumentation gehört

Aktivitäten

Woran du gearbeitet hast, mit Titel, Dauer und Datum. In Sekunden erfasst, direkt nach der Arbeit vom Handy.

Lernjournale

Die Reflexion darüber: was gut lief, was schwierig war und was du beim nächsten Mal anders machst.

Bezug zum Bildungsplan

Jeder Eintrag wird den Handlungskompetenzen und Leistungszielen deines Bildungsplans zugeordnet, automatisch beim Speichern.

Belege

Dateien und Ergebnisse legst du bei der Aktivität ab, zu der sie gehören. So bleiben sie auffindbar, auch ein Jahr später.

In der App

Erfasst im Moment, nicht am Semesterende

Eine Aktivität ist in Sekunden eingetippt: Titel, Dauer, Datum. Beim Speichern ordnet mentro den Text den passenden Handlungskompetenzen zu, du musst keine Liste durchsuchen.

  • Titel, Dauer in Stunden und Datum, nichts weiter
  • Automatische Kompetenz-Zuordnung beim Speichern
  • Auch überbetriebliche Kurse und Berufsfachschule lassen sich erfassen
  • Im Browser auf Handy, Tablet und Computer
Erfasst im Moment, nicht am Semesterende
Erfasst im Moment, nicht am Semesterende

Dein Bildungsplan ist hinterlegt

In mentro sind die Bildungspläne abgebildet, mit Handlungskompetenzbereichen, Handlungskompetenzen und Leistungszielen, jeweils mit Taxonomiestufe K1 bis K6. Deine Einträge landen also nicht in einem leeren Feld, sondern an der Stelle, an die sie im Bildungsplan gehören.

  • Informatikerin und Informatiker EFZ, Fachrichtung Applikationsentwicklung
  • Informatikerin und Informatiker EFZ, Fachrichtung Plattformentwicklung
  • Mediamatikerin und Mediamatiker EFZ
  • Entwicklerin und Entwickler digitales Business EFZ

Für die Fachrichtung Betriebsinformatik ist der Bildungsplan noch nicht hinterlegt. Weitere Berufe kommen laufend dazu, sag uns, welchen du brauchst.

Von der Aktivität zum Bildungsbericht

Die Lerndokumentation ist kein Selbstzweck. Sie ist die Grundlage für das Standortgespräch und den Bildungsbericht am Ende des Semesters.

1

Erfassen

Du hältst Aktivitäten und Lernjournale fest, während die Arbeit noch frisch ist.

2

Zuordnen

mentro verknüpft jeden Eintrag mit den passenden Handlungskompetenzen deines Bildungsplans.

3

Reflektieren

Geführte Fragen in fünf Stufen bringen die Reflexion über kurze Standardsätze hinaus.

4

Beurteilen

Am Semesterende steht der Bildungsbericht auf dem offiziellen SDBB-Formular, die Belege liegen bereit.

Häufige Fragen zur Lerndokumentation

Ja. Die Pflicht steht in der Bildungsverordnung des Berufs, nicht im Berufsbildungsgesetz. Für Informatikerin und Informatiker EFZ verlangt Artikel 12, dass die lernende Person während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation führt und darin laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält. Mindestens einmal pro Semester kontrolliert und unterzeichnet die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner sie und bespricht sie mit der lernenden Person.
Mindestens einmal pro Semester, so steht es in Artikel 12 der Bildungsverordnung. Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert sie, unterzeichnet sie und bespricht sie mit der lernenden Person. In mentro musst du dafür nichts vorbereiten: die Betreuungsperson sieht jederzeit, was seit dem letzten Gespräch dazugekommen ist.
Eine Note gibt sie nicht. In der Bildungsverordnung für Informatikerin und Informatiker EFZ setzt sich die Gesamtnote aus der praktischen Arbeit, der Allgemeinbildung und zwei Erfahrungsnoten zusammen, die Lerndokumentation kommt in dieser Rechnung nicht vor. Zugelassen ist sie aber als Hilfsmittel in der individuellen praktischen Arbeit (IPA), zusammen mit den Unterlagen der überbetrieblichen Kurse. Ob das auch für deinen Beruf gilt, steht in der Bildungsverordnung deines Berufs. In mentro sind deine Einträge nach Handlungskompetenzen geordnet, so findest du in der Prüfung schnell die Arbeit, die du suchst.
Für einen Betrieb mit einer oder zwei lernenden Personen funktioniert eine Tabelle durchaus, und wir tun nicht so, als wäre das falsch. Es kippt dort, wo die Dokumentation wächst: das Suchen wird mühsam, später sieht niemand mehr, wann ein Eintrag wirklich entstanden ist, und ein Bezug zu den Handlungskompetenzen des Bildungsplans fehlt ganz.
Nein, mentro hat keine Importfunktion. Der einfachste Weg ist ein Stichtag: ab diesem Datum läuft die Dokumentation in mentro, alles davor bleibt dort, wo es heute liegt. Ältere Unterlagen kannst du als Datei bei einer Aktivität ablegen, damit sie auffindbar bleiben. In der Praxis eignet sich der Start eines Semesters gut, weil der nächste Bildungsbericht dann sauber auf den Daten aus mentro aufbaut.

Lerndokumentation ohne Rekonstruktion

Buche eine Demo. Wir zeigen dir in 30 Minuten, wie die Dokumentation in deinem Betrieb laufend entsteht.